Träger, Hausherr und die vielen Gruppen und Aktiven
Wer ist „Wir“
Auf diese HP wird immer von „Wir“ gesprochen, doch wer steckt dahinter? Zum einen ist es der Landkreis Northeim als Träger und Hausherr, zum anderen sind es sowohl Akteure und Ehrenamtliche, die mit Herzblut und Engagement daran arbeiten, das Mittelalterhaus zu beleben.
Seit fünf Jahren unterstützen uns verschiedene Mittelaltergruppen mit Belebungen. Sie zeigen auf kompetente Weise, wie man im Mittelalter des 13. Jhd.`s gelebt und gearbeitet hat. Da nichts so spannend ist wie die Wirklichkeit (zumindest nähert man sich ihr so gut es geht), lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch. Wobei jede Gruppe sich andere Schwerpunkte setzt bzw. sich in der jeweils eigenen Weise dem Mittelalter annähert.
Damit die Übersicht gewahrt bleibt, haben wir die diesjährigen Gruppen von den Gruppen, die in diesem Jahr nicht vorbei schauen, getrennt. Letztere sind unter "Weitere Gruppen" zu finden.
Damit auch die verschiedenen Hintergründe der Gruppen berücksichtigt werden, haben wir Links zu deren Homepages gelegt. Hier finden sich Rezepte, Tipps zur Kleidung, Informationen rund um das Mittelalter und vieles mehr.
Die Gruppen: (in alphabetischer Reihenfolge)
Civitas medievalis
"Civitas" ist der lateinische Begriff für eine Bürgerschaft und “nomen est omen”, die civitas medievalis beschäftigt sich mit der Rekonstitution eines gut situierten bürgerlichen Haushalts in der zweiten Hälfte des XIII. Jhdts. in Nordfrankreich und Belgien.
Neben den mittelalterlichen textilen Handwerkstechniken wie Nähen, Nadelbinden, Spinnen und dem Knüpfen von Haarnetzen sind wesentliche Schwerpunkte der Darstellung die Themen “Frauen und Medizin – Frauenmedizin im XIII. Jhdt.” und “Kindheit im Hochmittelalter”. Zu Zeiten, in denen gesunde Frauen ungefähr alle zwei Jahre schwanger wurden, bildeten die Kinder einen Grossteil der Bevölkerung. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage von
Civitas medievalis. 


Communitas Nienuoverre


Die Gruppe in unterschiedlicher Zusammensetzung hat schon mehrfach das Haus belebt und durch ihre kompetente und anschauliche Darstellung die Besucher ins Mittelalter mitgenommen. Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten sowie eben der Spaß am Hobby werden anschaulich und mit Engagement vermittelt, so dass sich diese Freude am Darstellen des Hochmittelalters auf die Besucher überträgt.
Familia ministerialis
Familia ministerialis ist eine Gruppe von Menschen aus der ganzen Republik, die sich vor 10 Jahren zusammenfand, um die Zeit des ausgehenden 13. Jahrhunderts erlebbar zu machen. Anders als der Name vermuten lässt, konzentrieren sie sich mittlerweile auf die Lebenssituation stadtsässiger Handwerker und Arbeiter und deren Familien. Ihr Schwerpunkt liegt im Sichtbarmachen des "Alltäglichen", sie zeigen und benutzen Replikate von Werkzeugen und Küchengeräten ebenso wie Kleidung und Accesoires.


Geschichtswerkstatt Rabenpfad
Die Geschichtswerkstatt ist eine kleine Interessengemeinschaft in unterschiedlicher Zusammensetzung und zeigt den Alltag und häusliches Handwerk mit mittelalterlichen Methoden. Die historischen Handwerkskünste werden mit neuem Leben erfüllt und interessierten Besuchern vermittelt. Was stand den Menschen im Mittelalter an Materialien zur Verfügung, wie wurden sie verarbeitet und was enstand am Ende daraus? Ein Schwerpunkt liegt hierbei auf der Wollverarbeitung, angefangen beim Spinnen mit der Handspindel, dem Färben der Wolle und der Weberei. Es kann verfolgt werden, wie der Rohstoff Wolle im Kessel mit Pflanzenfarben gefärbt und schließlich zu bunten Bändern verwebt wird. Daneben werden Gebrauchsgegenstände wie Löffel aus Holz hergestellt und ein Beinschnitzer präsentiert seine Knochenarbeiten. Natürlich wird nicht nur gearbeitet, sondern auch nach überlieferten Rezepten gekocht und gebacken.





Link:
http://www.rabenpfad.de/Hortus Lupi
Den zeitlichen Rahmen von Hortus Lupi bildet die Zeit um 1200 n. Chr., so werden beispielhaft Charaktere aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten des abendländischen stauferzeitlichen Mittelalters in einem zeittypischen Reiselager dargestellt. Zum Lagerleben gehören alltägliche Verrichtungen wie Kochen, Handarbeiten, Freizeitbeschäftigung und Waffentraining. Zusätzlich wird in Programmpunkten über spezielle Schwerpunktthemen wie z.B. das Ritual der Schwertleite, zeitgenössische Waffentechnik und Kleidung bzw. Ausrüstung der Zeit um 1200 n. Chr. informiert.
Den Mitgliedern von Hortus Lupi geht es dabei nicht darum, die damalige Zeit nachzuerleben, sondern um die möglichst originalgetreue Darstellung des geschichtlichen Hintergrundes. Wissen um die Zeit und das Leben dieser Epoche werden dem interessierten Publikum lebendig und informativ vermittelt.


Hortus Lupi existiert seit Anfang 2010 wobei die meisten Mitglieder bereits seit weit über 20 Jahren in der lebendigen Geschichtsdarstellung aktiv sind und Ihre Erfahrungen in das neue Gruppenkonzept eingebracht haben.
Hortus Lupi ist angelegt als ein Zusammenschluss von Personen, die gleiche Vorstellungen von und Herangehensweisen an die lebendige Geschichtsdarstellung haben und dieses Interesse im Kreis von Freunden ausüben. Mehr
http://www.hortus-lupi.de/ „In der ahte mîn“


Die Gruppe ist eine der wenigen in Deutschland, die sich mit dem Alltag der Bauern im Südwesten Deutschlands um das Jahr 1280 beschäftigt. Es ist die Zeit aufstrebenden Bauerntums. Durch geschickte Anbaumethoden werden Überschüsse produziert, die einerseits die Spezialisierung des Handwerks und andererseits das Wachsen der Städte ermöglichen. Gezeigt werden neben den nach historischen Vorlagen erstellten Arbeitsgeräten und deren Herstellung natürlich auch das bäuerliche Alltagsleben. Wer mehr über die Gruppe erfahren möchte kann dies bei ahte-min.de tun."
Schergen zu Bielefeld
Neu in 2013 werden die Schergen zu Bielefeld das Mittelalterhaus besuchen.
Über sich schreiben sie:
"Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Schergen einer mittelalterlichen Stadt Mitte des 13.Jh möglichst authentisch und historisch korrekt darzustellen und interressierten Menschen die Möglichkeit zu bieten, diese oft vergessenen und auch unbekannten Männer vorzustellen." Eine Definition findet sich hier:
Buettel_Erlaeuterung.jpg.
Mehr Informationen gibt es unter:
http://www.schergen-zu-bielefeld.de.



Viatores Temporis


"Im Mittelpunkt steht die Darstellung einfacher Leute um das Jahr 1200. Räumlich orientieren wir uns an Mittelhessen. Schwerpunkte der letzten Jahre waren "Reisen im Mittelalter" und "Zelte". So haben wir schon einige mehrtägige Wanderungen in historischer Kleidung und unter verschiedenen Gesichtspunkten unternommen."
IG Volkelîn
Die IG Volkelîn hat ihren Schwerpunkt in der Darstellung auf den Zeitraum um das Jahr 1250 gelegt. Die dargestellten Personen kommen alle ausschließlich aus der mittelalterlichen Unter- und Mittelschicht aus dem ländlichen als auch aus dem städtischen Umfeld. Darstellbar sind somit z.b. Bauern, Handwerker, Händler und deren Umfeld. Der Anspruch der Gruppe an eine korrekte Darstellung ist dabei sehr hoch.
Wer mehr erfahren möchte, findet Informationen auf der Homepage der Gruppe:
http://www.volkelin.de.
Vuozvolc


Vuozvolc [mittelhochdeutsch: Fußvolk/Infanterie] ist ein Zusammenschluss von Darstellern/Kämpfern aus verschiedenen Mittelalter/Living History-Gruppen Deutschlands. Die Gruppe wurde 2007 gegründet und hat sich seit dem auf die Darstellung städtischer Infanterie der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts konzentriert. Die Gruppe setzt sich aus Spießern, Schützen sowie einem Tross zusammen. Diese städtische Infanterie bestand seinerzeit hauptsächlich aus wehrpflichtigen Bürgern, vor allem Handwerkern und Kaufleuten. Die meisten Mitglieder beherrschen deshalb neben dem Kämpfen auch ein „ehrbares“ historisches Handwerk, dass in „Friedenszeiten“ gerne gezeigt wird.
Link zur Gruppe:
http://www.vuozvolc.de/IG Wolf


Die IG Wolf e. V. ist ein europaweit agierender Verein aus Frankfurt am Main, der Alltag und Kultur des späten 12. Jh. authentisch und facettenreich darstellt. Die Mitglieder verkörpern typische Figuren verschiedener stände und Berufe. Ergänzend und vertiefend bietet die IG Wolf Vorführungen an, z.B. Modenschauen, Musik sowie Vorträge zu Schach, Kochkunst oder Messerherstellung. Für die besondere Art der Wissensvermittlung wurde der bereits seit 25 Jahren bestehende Verein mit dem staufischen Kulturpreis ausgezeichnet. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage der
IG Wolf.
Das Rudel war ebenfalls in 2011 vor Ort. Eine größere Veranstaltung mit dem Schwerpunkt "Kinder im Mittelalter" ist angedacht.