Mittelalterhaus Nienover
 
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Ein Bäckerhaus...

Brotbacken im Lehmbackofen:

Der Backofen im Haus ist gebaut worden von unserem kooperierenden Töpfer aus Fredelsloh.
Bei der Benutzung sind einige Dinge zu beachten, damit der Ofen optimale Ergebnisse liefert und uns bzw. den Gruppen möglichst lange erhalten bleibt.
Für das Anfeuern müssen mind. 4 Stunden einkalkuliert werden.
Es kann sowohl mit Holz als auch mit Holzkohle eingeheizt werden. Die Holzkohle bringt den Ofen etwas schneller auf Backtemperatur. Dabei ist darauf zu achten, dass das Anheizen entsprechend langsam erfolgt, damit der Ofen nicht zu früh die Hitze bekommt, sich zu schnell ausdehnt und dann reißt. Wenn er langsam angefeuert wird, anfänglich mit kleinen Scheiten, kann er sich gleichmäßiger ausdehnen.
Bitte beachten: Das Holz nicht in den Ofen werfen, da so oft Schäden an den Innenwänden entstehen.
Zum Anheizen können aktuell nur die Holztüren verwendet werden. Lehmsteine können allerdings aus Material, welches im Keller in verschlossenen Eimern gelagert ist, hergestellt werden. Die Lehmsteine sind vor dem ersten Einsatz in Sand, der auch im Keller in einem Eimer steht, zu wälzen. Wichtig dabei sind Griffe oder Löcher für Holzstöcker, damit die Lehmsteine bewegt werden können. Die Holztür könnte so geschont werden und kommt erst beim Backvorgang zum Einsatz. Ideen zu anderen Verschlussmöglichkeiten sind willkommen.

Hier ein kleiner Bericht:
"Sonntags Morgens, zwischen neun und zehn Uhr, wird im Backofen mit Feuereisen, Zunder und Feuernest das Ofenfeuer entfacht. Es glühen dann ca. 10 kg Buchenholzkohle im Feuerraum. Damit die Holzkohle langsam verbrennt und sich die Hitze im Feuerraum hält, wird die Ofentür bis auf eine kleine Luftöffnung geschlossen. Von Zeit zu Zeit wird mit einer genau abgemessenen Anzahl von Buchenscheiten nachgeheizt. Ungefähr nach vier Stunden hat der Ofen soviel Hitze gespeichert, dass er die Backtemperatur von um die 250 Grad für mehrere Backdurchgänge hält. Die Glut wird aus dem Ofen gezogen und zum Kochen in der Feuerstelle weiterverwendet. Der Ofeninnenaum wird mit einem feuchten Tuch ausgewischt, das reinigt nicht nur die Backfläche von der Asche, sondern gibt zusätzliche Luftfeuchte für den Backvorgang. So ganz ohne Technik ging es nicht, ein Ofenthermometer half uns bei den Temperaturen, wir üben halt noch..
Im übrigen backen wir nicht nur Brot im Ofen, sondern auch Kuchen und der ist wirklich lecker!"