Mittelalterhaus Nienover
 
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Normannen beendeten die Saison im Mittelalterhaus:

"Schwefelgelb färbte sich der Himmel über dem Solling, Unwetter peitschten Regen über das Land: Die Vorzeichen für das letzte Wochenende der Saison im Mittelalterhaus schienen nicht gerade günstig zu sein.
Einige Mitglieder der Gruppe Furor Normannicus hatten die Herausforderung dennoch angenommen, und sie wurden belohnt: Am Sonntag lockte blauer Himmel viele Wanderer an das rekonstruierte Stadthaus. Die Darsteller, die sich auf die normannische Spätzeit zwischen 1170 und 1204 spezialisiert haben, hatten ihr Programm an den Ort angepasst und widmeten sich vor allem der Jahrhundertwende zum 13. Jahrhundert mit seiner fortschreitenden Urbanisierung. Aber auch Grundlagen konnten aufgefrischt werden. "Ich bin hier, um etwas über die Normannen zu erfahren", betonte ein pensionierter Oberschullehrer, "wer sind die eigentlich?" "Da muss ich etwas ausholen", schmunzelte einer der Experten, "wollen wir uns nicht ans Feuer setzen?"
Das Mittelalter ganz nah, das war an diesem Wochenende das Erfolgsrezept am Mittelalterhaus. Fragen zur hochmittelalterlichen Landwirtschaft wurden direkt im Garten beantwortet, der Schumacher reichte Leder und Faden zur Begutachtung, der Knecht ließ sich beim Kochen über die Schulter schauen, und wenn der reiche Kaufmann nicht gerade viele wissenswerte Dinge erklärte, lud er die Kinder auch schon mal zum Bogenschießen in seinen Garten ein. Wer von den jungen Gästen keine Angst vor den Stadtwachen hatte, konnte auch einmal einen Helm aufsetzen.
"Wir sind hier, damit sie uns Fragen stellen können, also fragen Sie", lautete die Aufforderung an die Besucher, und so konnte ein Rundgang durch das Haus schon einmal eine Stunde oder länger dauern. Von einem Thema kam man auf das nächste, und so verbrachten die Besucher interessante Stunden am Mittelalterhaus. "Danke für die tollen Informationen", bedankte sich ein Besucher, "jetzt bin ich erst recht neugierig auf das Mittelalter geworden"." (Bereicht der Gruppe)



Tag des offenen Denkmals mit den "Bielefelder Schergen"
Am Tag des offenen Denkmals haben die Bielefelder Schergen den interessierten Besuchern ihr "Handwerk" näher gebracht.
Bei doch recht gutem Wetter wurde über Gerichtsbarkeit, Strafen und über Aufgaben und Ansehen von Büttel und Schergen berichtet, was z. T. doch harte Kost war. Beeindruckend waren die mitgebrachten "Arbeitsutensilien", die die Bandbreite der Aufgaben von Bütteln und Schergen noch unterstrich.

"Civitas medievalis": “Frauen und Medizin – Frauenmedizin im XIII. Jhdt.” und “Kindheit im Hochmittelalter”
Gemeinsam hatten die Gruppen Civitas medievalis, IG Volkelin und Familia de Corbecki am Wochenende vom 17. bis 18. August die gern genutzte Gelegenheit, das Mittelalterhaus Nienover zu beleben. Dieses einer Bäckerei von 1230 nachgebaute Haus ist in seiner Art einzigartig. Wir sind gerne dort, da es landschaftlich schön gelegen ermöglicht, völlig in die Vergangenheit einzutauchen. Auch der dem Alter der ehemaligen Siedlung entsprechende Lehmofen und die Feuerstelle bietet sich an, vieles im Küchenexperiment zu erproben, um sich der mittelalterlichen Lebenswelt zu nähern. Wenn unsere drei Gruppen in Nienover sind, steht die Veranstaltung meist im Zeichen der Kinder, wie auch das Mittelalter eine kinderreiche Zeit gewesen sind. Dieses Jahr haben an unserer Veranstaltung 10 Erwachsene und 10 Kinder im Alter von 2 bis 9 Jahren teilgenommen. Zudem konnten wir den Besuchern Einblicke in textile Techniken, Färben und mittelalterliche Medizin bieten. Ein weiterer Höhepunkt, passend zum Rahmen der Veranstaltung, war eine Sonderausstellung zum Thema “Spielzeug”. Einem Besuch einer kleinen Abordnung der Gruppe Vuozvolc ist zu verdanken, dass sich unsere Kinder intensiv mit dem Bogenschiessen auf einfachen, aus Haselstöcken konstruierten Bögen amüsieren konnten. Doch nicht nur für die Kleinen ist Nienover erlebenswert, ein renommierter Historiker liess es sich ebenfalls nicht nehmen, Nienover fachkundig zu besichtigen.


"Landleben und Landarbeit  in der Zeit des 13. Jahrhunderts"
Die Living History Gruppe "In der ahte mîn" (ausgesprochen: In der achte mein) war am Wochenende vom 10. bis 11. August am Mittelalterhaus Nienover.  Die Gruppe stellt Bauern und Handwerker im ausgehenden 13. Jahrhundert dar. Gezeigt wurden landwirtschaftliche Geräte aus dieser Zeit sowie Handwerksgerät zur Verarbeitung von Leder, Flachs und Holz.
Die Gruppe besteht aus 4 Erwachsenen und zwei Kindern, die aus dem nördlichen Deutschland und dem Südwesten anreisen. Im vergangenen Jahr wurde "In der ahte mîn" in Minden mit dem erstmals verliehenen Reenactorpreis in der Kategorie Nachwuchsgruppen ausgezeichnet.


"Gesponnenes im Hochmittelalter - Teil 4"
Die Geschichtswerkstatt Rabenpfad zeigte am heißen Wochenende vom 20. bis 21. Juli alltägliches aus dem mittelelalterlichen Leben rund um verschiedene Handwerke wie die Weberei.
Berichte mit Bildern zu den Belebungen der Gruppe findet sich hier: http://zeitensprung.blogspot.de


Die städtische Infanterie hat Einzug gehalten
Unter dem Motto  „Die wehrhafte Stadt“ zeigte die Gruppe Vuozvolc am 15. und 16.06.2013 Ausrüstung und Kampfweise städtischer Milizen des 13. Jahrhunderts.
Die städtische Infanterie bestand seinerzeit hauptsächlich aus wehrpflichtigen Bürgern, vor allem Handwerkern und Kaufleuten. Die meisten Mitglieder beherrschen deshalb neben dem Kämpfen auch ein „ehrbares“ historisches Handwerk, das in „Friedenszeiten“ gerne gezeigt wird.
Hier ein kurzer Bericht der Gruppe:
"Am 15. und 16. Juni war das Vuozvolc nun zum zweiten Mal in Nienover zu Gast. Zusammen mit einer befreundeten Gruppe kamen sie auf eine Teilnehmerzahl von 25 Personen.
Neben Arbeiten rund um die Küche, wurden Handwerke, wie spinnen mit der Handspindel, Nadelbinden, Sarwürken und Nähen dem interessierten Zuschauer näher gebracht.
Da das Vuozvolc primär Infanterie im 13. Jahrhundert darstellt, kamen natürlich Kampfeinlagen nicht zu kurz, die von den Besuchern interessiert beobachtet und hinterfragt wurden.
Natürlich durfte auch eine Modenschau des 13. Jahrhunderts nicht fehlen, die am Sonntagmorgen auf großes Interesse von Seiten der Besucher stieß."


Mehr Bilder aus dem letzten Jahr gibt es auf der Facebook-Seite. Auch hier wieder vielen Dank von unserer Seite an den Fotografen Jens Wessel!